|
Trott, zuweilen
cholerisch, fühlt sich als Dichter. Doch ihm fehlen Inspiration und Geld.
Abhilfe erhofft er sich vom Gewinn des Literatur-Wettbewerbs „Schreiben nach
Goethe“.
Iris, seine
Lebensgefährtin, ist heimlich verreist. Sie kann diesen Goethe nicht
ausstehen. Derweil sitzt Trott ideenlos vor dem leeren Blatt. Er sucht die
Inspiration zu erzwingen: Ein Kunstkopf wird zu Goethes Büste, eine
Schaufenster-Puppe aus Iris’ Boutique zu Charlotte von Stein. Und er denkt,
es mit Tinte und Gänsekiel dem Vielschreiber Goethe gleichzutun. Vergebens. |
|
 |
|
Trott, aus armen Verhältnissen, beneidet
Goethe um dessen Wohlhabenheit, aber auch um Christiane Vulpius, die ihren
Dichter, nachdem beide über achtzehn Jahre lang „ohne Zeremonie“
zusammenlebten, aus großer Gefahr rettete.
Aus Wut über sein Versagen wirft Trott
„Seinen Goethe“ und „dessen Charlotte von Stein“ aus dem Fenster. Er fühlt
sich als Mörder und erwartet seine Verhaftung.
Verzweifelt hofft er, dass Iris ihn rettet
wie damals die Vulpius ihren Goethe. |